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Rycroft "Philo" Philostrate ist Inspector der Polizei von Burgue und ehemaliger Soldat der Republik Burgue. Er hat sein Leben der Gerechtigkeit gewidmet. Er verabscheut die Misshandlung der Feen in der Carnival Row. Trotz der sozialen Grenzen, die eine in Klassen erstarrte Gesellschaft erzwingt, hat Philo es zu seiner persönlichen Mission gemacht, dafür zu sorgen, dass jedem Gerechtigkeit widerfährt.

Geschichte

Vergangenheit[1]

Rycroft Philostrate, der üblicherweise mit seinem verkürzten Familiennamen Philo genannt wird, ist der Sohn der Fee Aisling Querelle und des Menschen Absalom Breakspear – nur hatte er davon 37 Jahre seines Lebens keine Ahnung. Weil Absalom von seinem Vater genötigt wurde, die Beziehung zu Aisling zu beenden, konnte sie ihm auch nicht mehr sagen, dass sie schwanger war. Philo kam im Haus des Uhrmachers Simon Spurnrose zur Welt, der Aisling Zuflucht gewährte. Dessen Bekannter Dr. Morange brachte das Neugeborene ins Waisenhaus „Licht des Märtyrers“, das sein Freund Costin Finch leitete, und entfernte operativ die kleinen Feenflügel, damit das Kind als Mensch akzeptiert werden konnte.

Von Finch erfuhr Philo, dass er ein Halbblut ist, halb Mensch, halb Fee. Der Direktor machte dem Jungen klar, dass er sein Feen-Blut auf jeden Fall geheim halten musste, wenn er eine Zukunft haben wollte. Arztbesuche sollten nur in absoluten Notfällen vorkommen. Obwohl er im Waisenhaus aufwuchs, erhielt er eine gute Bildung, es wurde gut für ihn gesorgt.

Die Erziehung durch den Direktor Finch bewirkte ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl und ein Gefühl der Pflicht gegenüber seiner Heimatstadt Burgue. Weil Philo als Waise keine allzu rosigen Aussichten hatte und sich seiner Stadt verpflichtet fühlte, meldete er sich bei Ausbruch des Krieges gegen den Pakt auf Tirnanoc zur Armee von Burgue, wo er zu den 13th Light Dragoons kam und dort den Rang eines Sergeants erreichte. Während des Krieges lernte er Vignette Stonemoss im tirnanischen Königreich Anoun kennen und lieben. Um sie zu schützen, ließ er ihr sagen, dass er gefallen sei und kehrte – wenn auch widerwillig – nach Burgue zurück, wo er Constable der Polizei wurde. In diesem Beruf gelang es ihm, eine Reihe von Bombenanschlägen aufzuklären, weshalb er – trotz seiner schwierigen Anfangsvoraussetzungen – zum Inspector der Kriminalpolizei befördert wurde und fortan auch keine Uniform mehr tragen musste, sondern sich zivil kleiden durfte.  

Einer der wenigen Freunde, die er hatte (und hat) ist Darius Prowell, sein Zimmergenosse im Waisenhaus und Kriegskamerad in Tirnanoc. Er war und ist für Philo wie ein Bruder.   

Carnival Row - Staffel 1

Folge 1 - Eine dunkle Macht erwacht

Philo kommt per Zug nach Burgue und geht vom Bahnhof, der im Stadtviertel Carnival Row liegt, zu einer Zeugin, die in dem von Armut geprägten Stadtteil lebt. Auf dem Weg begegnet er Feen, Faunen, Zentauren - meist sind es Flüchtlinge, die vor dem Krieg und dem Wüten des Paktes aus Tirnanoc geflohen sind und in Burgue, das mit den Faeries verbündet war, Zuflucht suchen. Die Faeries leben hauptsächlich in Carnival Row. Philo weiß, dass die Flüchtlinge nicht allen Einwohnern von Burgue willkommen sind. Wie zum Beweis dessen kommt er dazu, als die Constables Boggs und Thatch das Faunmädchen Callie erpressen wollen. Thatch, der Philo noch nicht kennt, meint, sein Mütchen an dem Zivilisten kühlen zu können und findet sich schneller auf dem Boden wieder als er bis drei zählen kann. Boggs und Thatch verziehen sich, ohne die "Genehmigung" verkauft zu haben.

Er arbeitet aktuell an einer Serie von Angriffen auf "Krea", wie die nichtmenschlichen Wesen abfällig genannt werden. Alle Opfer wurden an der rechten Kopfseite verletzt, weshalb der Inspector auf einen Linkshänder als Täter schließt. Das letzte Opfer, Magrite, eine Fee aus Anoun, hat den Angriff überlebt und kann Philo den Täter beschreiben, der Unseelie Jack genannt wird: Sie hat ihn zunächst gehört, bevor sie ihn gesehen hat. Er beschimpfte sie als Feen-Hure. Sie sagt, er habe außer einem Backenbart keine Haare, trage eine Schlangentätowierung auf dem Unterarm und sei uniformiert. Sie kann aber nicht sagen, ob es eine Uniform der Polizei oder des Militärs ist, weil sie noch nicht so lange in der Burgue ist . Alle drei Wochen ereignen sich diese Angriffe - und der Angriff auf Magrite ist drei Wochen her. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der Täter jetzt wieder zuschlagen wird. Andere überlebende Opfer sind nicht so redselig wie Magrite, weshalb er noch nicht genau weiß, wer Unseelie Jack eigentlich ist.

Tourmaline Larou, eine Fee, die er aus Anoun kennt, fragt ihn, ob er den Irren, der Feen mit dem Hammer attackiert, endlich verhaftet hat, doch er muss ihr sagen, dass das nicht der Fall ist - und zwar hauptsächlich deshalb, weil Faeries ihm als Polizisten misstrauen. Mit der Personenbeschreibung, die er von Magrite hat, besucht er eine Versammlung von Leuten, die sich gegen eine Koexistenz mit den Faeries wehren. Sergeant Dombey ist dort privat anwesend, wenngleich er in Uniform ist. Die Beschreibung - Backenbart, Glatze, Uniform - trifft auf den Sergeant zu. Philo fordert ihn auf, einen Ärmel aufzukrempeln, doch Dombey weigert sich und erinnert den Inspector daran, dass er denselben Eid wie er geleistet hat. Das schließt aus, selbst Verbrechen zu begehen. Doch Philo glaubt ihm nicht. Burgue vergilt den Faeries ihren eigenen Kampf gegen den Pakt nicht, wie es sein sollte. Als Dombey die Faeries beleidigt, schlägt Philo ihn zusammen, womit er sich den Sergeant zum Feind macht.

Nach Feierabend kehrt Philo in das Mietshaus von Portia Fyfe zurück, in dem er sich eingemietet hat. Die Vermieterin, Witwe eines Soldaten, der wie Philo im Tirnanoc-Krieg war, aber gefallen ist, zeigt großes Interesse an ihrem attraktiven Mieter, der nach dem Verlust seiner Liebe keinesfalls zölibatär lebt. Nach dem Abendessen vergnügen sie sich in seinem Schlafzimmer. Seine Narben auf dem Rücken erklärt er ihr als Folgen einer Kriegsverwundung, aber er will seine Geschichte nicht preisgeben.

Wieder im Dienst, teilt Philo Magistrat Flute, dem Chef der Wachtmeisterei No. 6, seinen Verdacht mit, dass Dombey Unseelie Jack sein könnte und will einen Constable auf den Sergeant ansetzen. Doch weil er außer der Täterbeschreibung nichts gegen ihn in der Hand hat und die Uniform nicht identifiziert wurde, lehnt Flute ab, Dombey beschatten zu lassen. Durch ein Gespräch zwischen den Constables Berwick und Cuppins erfährt Philo, dass die Basilisk, ein Panzerschiff der Marine, alle drei Wochen im Hafen ist. Das bringt ihn auf die Idee, dass Unseelie Jack ein Seemann auf einem dieser Schiffe ist.

Mit Berwick sucht er eine Kneipe auf, die Treffpunkt der Seeleute ist. Sie halten nach einem glatzköpfigen, backenbärtigen Mann mit Schlangentätowierung auf dem Unterarm Ausschau, der Linkshänder ist. Philo findet einen solchen und will dessen Ärmel aufrollen, doch der wehrt sich, indem er dem Inspector eine Flasche über den Kopf schlägt und ihm nach dem Verlassen der Kneipe auch noch einen Hammer an den Kopf wirft. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kann Philo Unseelie Jack am Rand eines Daches den Fluchtweg abschneiden. Jack räumt die Taten ein und sagt, dass er die Faeries aufhalten müsse, denn sie hätten etwas mitgebracht, das für jeden Menschen gefährlich sei. Er habe diese Bestie mit eigenen Augen gesehen und meint, der Inspector sei auf das, was da kommt, schlecht vorbereitet. Damit stürzt er sich in die Tiefe und stirbt.

Recht ramponiert kommt Philo in seine Wohnung, wo Portia schon im Bett auf ihn wartet. Sie will sich um seine Verletzungen kümmern, aber er lehnt das ebenso ab wie den von ihr vorgeschlagenen Arztbesuch. Als er ihr auch nichts von dem erkennbar anstrengenden Tag erzählen will, meint sie, für ihn nur ein kurzes Abenteuer zu sein und geht fort.

Während er schläft, schlüpft Vignette Stonemoss in sein Schlafzimmer, springt auf sein Bett und bedroht ihn mit einem Messer. Sie wirft ihm vor, sie in Trauer und der Asche ihrer Heimat zurückgelassen zu haben. Er räumt ein, dass er seinerzeit die Mima Roosan gebeten hat, ihr die Unwahrheit zu sagen, doch er habe es getan, um sie zu schützen, nicht zu verletzen. Vignette ist erbost und nahe daran, ihm die Kehle durchzuschneiden, doch unterlässt sie es im letzten Moment. Sie lässt einen verletzten und verstörten Philo zurück, als sie aus dem Fenster fliegt.

Folge 2 - Aisling

Philo wacht auf und findet das Messer, das Vignette nach ihrem überraschenden und zornigen Besuch zurückgelassen hat. Er bringt sich in Ordnung und verlässt seine Wohnung, um zum Dienst zu gehen. Er trifft Portia Fyfe im Hausflur und bittet sie um Entschuldigung, weil er Heimlichkeiten vor ihr hat. Dennoch sagt er ihr keinesfalls alles.

Er steht kaum vor der Tür, als Constable Berwick auf ihn zukommt. Berwick unterrichtet den Inspector, dass es einen weiteren Mord gegeben hat, dem eine Fee zum Opfer gefallen ist. Sie wurde am Südufer des Flusses gefunden. Mit Berwick sucht Philo den Tatort auf und stellt fest, dass der Mord wenige Stunden zuvor verübt wurde - zu einem Zeitpunkt, als Unseelie Jack bereits nicht mehr unter den Lebenden weilte. Er kann also nicht der Täter sein.

Die Tote wird als Aisling Querelle erkannt, früher eine bekannte und populäre Sängerin. Philo will die Todesursache wissen und ordnet eine Autopsie an. Um weitere Ermittlungen anzustellen, will er die letzte bekannte Adresse des Mordopfers haben.

Er bekommt die Anschrift und sucht mit Berwick Aislings Wohnung auf. Dort stöbern sie einen Mann und einen Kobold auf, die sich in einem Schrank versteckt haben. Der Name des Mannes ist Runyan Millworthy. Der erste Verdacht der beiden Polizisten richtet sich gegen ihn, aber Millworthy bestreitet eine Beteiligung an dem Mord. Er trägt vor, erst an diesem Morgen in Burgue eingetroffen zu sein. Zudem sei er ein Freund von Aisling Querelle. Er habe ein Quartier benötigt und - als Aisling sich nicht gemeldet habe - habe er sich Zutritt zur Wohnung verschafft. Er habe Angst bekommen, als er die weiteren Besucher kommen gehört habe und habe sich deshalb versteckt. Zu einem Mordmotiv kann er nichts sagen. Er und Aisling seien Künstlerkollegen gewesen, ihr Talent sei aber ungleich größer gewesen als seines. Zum Beweis spielt er den Polizisten auf dem in der Wohnung befindlichen Grammophon "Grieve No More" vor, ein Lied, das sie auf der Höhe ihrer Karriere gesungen habe. Philo spürt eine besondere Berührung durch dieses Lied, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

Runyan kann weitere Informationen zu Aisling Querelle geben: Er habe sie schon gekannt, bevor sie richtig bekannt geworden sei. Sie habe dieses Lied in einem kleinen Café auf der Row gesungen und habe dadurch das Interesse der Reichen und Mächtigen geweckt, sie habe in Finisterre Crossing und sogar in der Balefire Hall gesungen. Verwandte, Ehegatten oder Kinder habe sie nicht gehabt. Ihr Leben sei die Kunst gewesen. Dann habe sie das Glück verlassen, und sie sei zur Einsiedlerin geworden. Auch Millworthy hat sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen.

Später ist Philo wieder in der Wachtmeisterei No. 6 und hört zufällig ein Gespräch mit, bei dem sein ständiger Partner Berwick sich darüber auslässt, dass er nach dem fürchterlichen Regen einem Mann geholfen habe, den er für einen Menschen gehalten habe. Aber bei dem Versuch, ihn unter der ungekippten Kutsche herauszuziehen, sei sein Schuf steckengeblieben und es habe sich gezeigt, dass er einen Huf hatte, also ein Halb-Faun sei. Auf die Frage von Cuppins, ob er das Halbblut eingebuchtet habe, erklärt Berwick, dass er das natürlich getan habe. Es stünde ein Jahr Haft darauf, wenn Halbblüter sich als Menschen ausgeben. Philo kann seinen Schrecken über die Ansichten seines Partners verbergen, aber ihm ist klar, dass auch der sonst so vertraute Partner besser nicht alles von ihm weiß.

Weil er erfahren hat, dass sein Chef Flute die Autopsie der ermordeten Fee untersagt hat, stellt Philo ihn zur Rede. Flute meint, die Zeit des Gerichtsmediziners Dr. Morange sei zu kostbar, um für eine Fee verschwendet zu werden. Flute will obendrein, dass Philo sich endlich ausruhen soll und Berwick sich weiter um den Fall kümmert, aber Philo will diesen Mord unbedingt aufklären. Flute bleibt dabei, dass er eine Autopsie ablehnt, aber Philo ist nicht auf Dr. Moranges Hilfe angewiesen.

Er bittet einen befreundeten Faun, der vor seiner Flucht aus Puyan dort Arzt war und jetzt als Schlachter in Carnival Row arbeitet. Der ehemalige Arzt kann die Leiche von Aisling Querelle wieder zusammensetzen. Dabei stellt sich heraus, dass die Leber fehlt. Aus der Äderung der Flügel kann der Faun ablesen, dass sie ungefähr neunzig Jahre alt war. Anhand der Ausdehnung der Vaginalregion erkennt der jetzige Schlachter, dass Aisling mindestens einmal schwanger war und dass der Coracoideus, der Flügelmuskel, Schwund aufweist. Er kann jedoch nicht bestimmen, womit sie ermordet wurde. Eine Klinge ist genauso wahrscheinlich wie eine Klaue

Philo sucht die einzige Person auf, mit der er noch vertraut sprechen kann: Darius Prowell, seinen Freund seit Kindertagen, der sich nach einer Infektion mit Wolfsfluch selbst ins Bleakness Keep Gefängnis eingewiesen hat. Philo besucht ihn dort täglich. Mit ihm spricht er auch über seine Fälle und sagt ihm, dass dieser Mord sich von anderen unterscheidet und dass Aislings Lied ihm nicht aus dem Kopf geht. Wie zur Ablenkung davon singen die Freunde ein altes Kriegslied. Darius, der weiß, was Philo vor anderen geheim hält, meint, er müsse ihn nicht jeden Tag besuchen. Aber Philo erklärt, es hätte ebenso gut ihn selbst treffen können. In dem Fall wäre er derjenige, der hinter Gittern säße.

Am darauffolgenden Tag hört Philo in der Wachtmeisterei, dass die Geschwister Imogen und Ezra Spurnrose eine Anzeige gegen ihre Zofe Vignette Stonemoss erstatten, die angeblich Geld gestohlen haben soll. Er sucht die Spurnroses in ihrem Haus in Finisterre Crossing auf und sagt, dass er wegen deren Klage gekommen sei. Er bietet an, ihren Kontrakt zu übernehmen und bezahlt - zur Verblüffung von Imogen, die nicht glauben kann, dass ein Inspector der Polizei von Burgue sich so etwas leisten kann - die 50 Gulden, die Vignette ihnen schuldet. Bevor er geht, macht er deutlich, dass er nicht glaubt, dass Vignette gestohlen hat und will wissen, weshalb sie weggelaufen ist. Ezras Reaktion auf seine Frage bestätigt ihm, dass der Grund ihrer Flucht ein anderer war.

Später wendet sich die Feen-Priesterin Mima Sawsaan an Philo und will Aislings Leiche beschauen. Sie erklärt weiter, dass Aisling Querelle keine Ruhe finden wird, wenn sie sie nicht salbt. Der Inspector genehmigt das Ritual, bei dem er anwesend ist, auch wenn er es aus einer gewissen Distanz betrachtet. Er fragt sie, ob Aisling ihr bekannt war. Die Priesterin erklärt, dass die Ermordete jede Woche eine Kerze in ihrem Schrein gestiftet hat. Auf Philos Frage für wen, muss sie jedoch sagen, dass sie das nicht weiß. Er fragt, wer ein Interesse an Aislings Tod haben könnte. Mima Sawsaan erklärt, dass Aisling ein Geheimnis hatte, und dass sie von etwas getötet wurde, das weder Mensch noch Fee ist. Philo muss an Unseelie Jacks Hinweis denken und sagt der Priesterin, dass der ihm von einer "dunklen Macht" erzählt hat, die unter der Stadt lauert und er das nicht geglaubt habe.

In der Wachtmeisterei herrscht Aufregung. Vignette Stonemoss ist dort mit Tourmaline Larou aufgekreuzt und hat, während Tourmaline die Constables abgelenkt hat, die in der Rotunde hängende Fahne von Burgue gekapert. Philo verfolgt sie bis unter das dach, wo er sie stellen kann. Doch als er nach der Fahne greift, droht sie, sein Geheimnis zu verraten. Weil er davor mehr Angst hat als vor Vorwürfen, eine flüchtige Verbrecherin nicht verhaftet zu haben, lässt er sie samt Fahne aus dem Fenster fliegen.

Folge 3 - Königreiche des Mondes

Sieben Jahre zuvor in Tirnanoc: Die 13th Light Dragoons der burguischen Armee unter Führung von Winshaw, Sergeant Rycroft Philostrate und Corporal Darius Prowell kommen zu einem Mimakloster im Königreich Anoun, das von Mima Roosan geleitet wird. Die Mima und das Volk, das hierhin vor dem Pakt geflohen ist, begrüßen die Soldaten der Verbündeten. Winshaw beruft sich auf den Vertrag von Tain und bezieht mit seinen Soldaten Quartier in dem Mimakloster, um befehlsgemäß die Telegrafenleitung in der Nähe zu bewachen.

Philo bekommt den Befehl, das Gelände des Klosters zu durchsuchen, um festzustellen, ob sich dort Verstecke, Fallen oder Waffen befinden, die die Männer aus Burgue gefährden könnten. Außerhalb der Mauern bemerkt er Spuren im Schnee, die plötzlich aufhören. Er sieht hinauf und bemerkt den Eingang einer Höhle, die er sogleich untersucht. Er stößt dort auf die Bibliothek, die von Vignette Stonemoss gehütet wird. Sie greift ihn augenblicklich an, kaum dass er die Höhle betreten hat, bedroht ihn mit einem Messer und macht ihm klar, dass er gegen das Gesetz verstößt. Ihre Sorge, dass er Winshaw von der Bibliothek erzählen könnte, kann er nur unvollkommen zerstreuen, indem er ihr verspricht, darüber zu schweigen. Er kann ihr aber immerhin verdeutlichen, dass es eine Suchaktion auslösen würde, wenn er nicht mehr zurückkehrt, weil sie ihn umgebracht hat. Sie lässt ihn zögernd gehen. Er erweist sich als Ehrenmann und hält sein Versprechen, indem er seinem Vorgesetzten mitteilt, dass es nichts mitzuteilen gäbe. Dass Vignette ihm immer noch nicht traut, erfährt er nicht, weil Vignette dies Mima Roosan in seiner Abwesenheit erzählt.

Wenig später kommt Darius mit der Nachricht, dass die Telegrafenleitung unterbrochen ist, die in der Nähe des Mimaklosters die Front mit der Hauptstadt High Bresail verbindet. Die Schadenstelle ist in einer Schlucht, die zu breit ist, um sie mit der vorhandenen Ausrüstung zu überwinden. Weil Feen fliegen können, kommt Philo die Idee, Vignette zu bitten, das Kabel über die Schlucht zu fliegen. Sie fliegt das Kabel von Darius über die Schlucht und bleibt beim Reparaturtrupp. Während Philo die Umgebung im Auge behält und seine Männer die Leitung instand setzen, entwickelt sich ein Gespräch zwischen ihm und der Fee. Er sagt ihr, dass er Bücher möge und gibt ihr ein Buch mit dem Titel "Königreiche des Mondes", das er gelesen hat. Sie fragt, wovon es handelt und er sagt ihr, es gehe um einen Erfinder, der zum Mond reist und sich dort in die Prinzessin eines Mondvolkes verliebt. Vignette spottet darüber, weil es völlig unmöglich ist, zum Mond zu gelangen. Philo weist darauf hin, dass dieser Erfinder ein Vehikel dafür erfunden habe und meint, sie solle es am besten selbst lesen.

Ein Heulen warnt Philo. Er fragt Vignette, ob es in der Gegend Wölfe gebe, was sie aber verneint. Er peilt durch das Zielfernrohr seines Gewehrs auf die andere Schluchtseite und sieht seine Männer, die nervös herumlaufen. Die Soldaten des Paktes, die sich entkleiden, sich etwas in die Körper spritzen und zu wolfsartigen Wesen, den Marroks, werden, konnte er von seinem Standort nicht sehen. Er weist Vignette und seine Leute an, an Ort und Stelle zu bleiben und eilt auf die andere Seite, wo Darius und einige andere seiner Männer sind. Er findet seine Männer tot vor, Darius fehlt. Die Toten sind regelrecht zerrissen. Gleich darauf wird er von einem Marrok angegriffen, den er aber töten kann. Den nächsten kann er sich nur mit Mühe vom Leib halten und hat Glück, dass Vignette seinen Befehl ignoriert und ihm zu Hilfe kommt. Auch Darius taucht wieder auf und sagt, dass er einen weiteren Marrok getötet hat. Die drei müssen mit ansehen, dass die toten Marroks sich in tote Menschen verwandeln.

Philo und Darius erstatten Winshaw Bericht, dass der Pakt seine Soldaten dazu bringt, sich selbst mit dem Wolfsfluch zu infizieren.

Einige Zeit später sitzt Philo auf einer Klippe, von der er einen wunderschönen Ausblick über die Berge Anouns hat. Vignette gesellt sich zu ihm und sagt, dass sie das Buch gelesen hat. Ihre Meinung dazu hat sich gründlich gewandelt. Sie fand es außergewöhnlich und will es ihm zurückgeben, aber er schenkt es ihr. Zum Dank bietet sie Philo an, ihm die Bibliothek zu zeigen. Was sie ihm zeigt ist für den Bücherliebhaber Philo überwältigend. Er steht staunend in der größten Bibliothek des Königreichs Anoun, in der heilige Texte, Karten und Chroniken bewahrt werden, die bis in die Zeit der Königin der Krähen zurückreichen. Vignette zeigt ihm ein siebenhundert Jahre altes Manuskript,in dem die Geschichte des ersten Menschen in Tirnanoc festgehalten ist. Ein Entdecker namens Isen, den ein Sturm an die Küste Tirnanocs verschlagen hatte, wurde vor die Königin Aradis gebracht, die von ihm völlig fasziniert war. Nachdem er eine Weile Gast an ihrem Hof gewesen war, waren sie mächtig ineinander verliebt. Doch ihn packte das Heimweh, er baute sich ein Schiff und verließ Tirnanoc. Ob er in sein Heimatland zurückgekehrt war, blieb unbekannt, doch als er fortging, war Aradis von ihm schwanger und brachte einen halbblütigen Sohn zur Welt, der sein ganzes Leben lang nach seinem Vater suchte.

Philo erkennt die Ähnlichkeit mit der Geschichte in dem Buch, das er Vignette geschenkt hat. Sie meint, Isen können tatsächlich zurückgefunden und die Geschichte in seine Heimat mitgenommen haben. Er meint, der Autor von "Königreiche des Mondes" könne als Kind die Geschichte von seiner Faun-Nanny als Märchen gehört und zu dem Buch verarbeitet haben. Beiden gefällt die Vorstellung, dass solche Geschichten um die Welt wandern, ausgeschmückt und verändert werden, im Kern aber doch vertraut bleiben und letztlich beweisen, dass Feen und Menschen nicht so verschieden sind.

Als die Nachricht eintrifft, dass Fort Sovereign vom Pakt angegriffen wurde und es zahlreiche Verwundete gibt, die dringend Blut benötigen, weist Winshaw alle seine gesunden Untergebenen an, Blut zu spenden, das von Feen nach Fort Sovereign geflogen werden kann und so in kurzer Zeit vor Ort sein kann. Weil Feenblut mit menschlichem Blut nicht direkt kompatibel ist und Philo keinesfalls will, dass auf diese Weise herauskommt, dass er nur ein halber Mensch ist, verzieht er sich heimlich. Weil es wie aus Eimern schüttet, sucht er Schutz in einer Höhle, in der sich zufällig auch Vignette untergestellt hat. Sie treffen sich dort, die letzte Schranke fällt, und sie schlafen miteinander, wobei Vignettes Flügel in leuchtendem Blau glühen.

Zwischen Philo und Vignette entwickelt sich die Liebe weiter. In der folgenden Zeit teilen sie öfter das Lager. Philo erfährt von der Bedeutung der Zöpfe - dass einer ihren Familiennamen Stonemoss repräsentiert, ein anderer ihr Geburtsjahr. Einer der Zöpfe ist jener, den eine Feenfrau dem gibt, dem sie ihr Herz schenkt. Über die Narben an seinem Rücken sagt er ihr dennoch nicht die ganze Wahrheit und erklärt, es handle sich um eine Verletzung in sehr früher Kindheit, an die er selbst keine Erinnerung habe. Nach den Worten des Waisenhausdirektors habe er sie schon gehabt, als er dorthin gekommen sei.

Philo trifft den feeischen Soldaten Ivos, dem nach einer Verwundung das linke Bein amputiert wurde, und kommt mit ihm ins Gespräch. Ivos erklärt ihm, dass es vielleicht verrückt klinge, aber er könne das amputierte Bein immer noch spüren. Philo kann das Empfinden jedoch nachvollziehen, weil er ebenso unter Phantomschmerzen leidet, denn ihm wurden gleich nach der Geburt die Flügel amputiert, die er als Halbfeeischer hatte.

Winshaw will von Philo wissen, was er von den Feen hält. Er antwortet, dass er sie für ein sehr interessantes Volk halte, das schon länger existiere als die Menschheit. Winshaw hält die Feen jedoch für rückständig, weil sie keine Industrien entwickelt hätten.

Später bemerkt Philo, dass Darius sich in einer Vollmondnacht aus dem Mimakloster schleicht und folgt ihm. Als er ihn im Wald beobachtet, verwandelt Darius sich im Mondlicht in einen Marrok. Es wird klar, dass Darius während der Leitungsreparatur beim Angriff des Paktes an der Schlucht von einem der Marroks gebissen und mit dem Wolfsfluch infiziert wurde. Am Morgen bringt Philo Darius die Uniform, die er vor der Verwandlung abgelegt hatte. Darius erklärt ihm, dass er den Wolfsfluch unter Kontrolle habe, weil er nur einmal im Monat - nämlich bei Vollmond - auftrete. Philo erfährt, dass sein Freund mit seinen Wolfssinnen die Beziehung zu Vignette erspüren kann.

Einige Zeit darauf sind Philo und Vignette wieder gemeinsam beim Sex. Er bemerkt, dass ihre Flügel dieses Mal nicht leuchten. Sie erklärt, dass das Leuchten beim Verkehr mit Menschen eigentlich nicht vorkommen sollte und fragt, was nach dem Krieg aus ihnen werden wird. Philo räumt ein, dass er so weit noch nicht gedacht hat, macht aber deutlich, dass sie keineswegs nur ein exotisches Abenteuer für ihn sei. Sie sei für ihn wie heimzukommen. Er überwindet seine Scheu und erklärt ihr, dass er vor langer Zeit einen Teil von sich verloren habe - seine Flügel, die ihm gleich nach der Geburt amputiert worden seien. Er habe sie sein Leben lang gespürt, aber stets versucht, diese Seite zu ignorieren. Er wisse nichts von seinen Eltern und frage sich, ob sie sich geliebt hätten, ob es eine Affäre war oder ob er das Produkt eines zufälligen Zusammenstoßes Betrunkener sei. Er wisse nicht, ob sie ihn, ihren Sohn, geliebt hätten, aber sie hätten sich wohl gedacht, dass es wohl besser sei, wenn er als Mensch gelten könne. Das Leben in Burgue sei schon für Feen problematisch genug, für ein Halbblut, das nirgendwo hingehöre, sei es noch viel schlimmer. Dem Direktor des Waisenhauses sei das bekannt gewesen, er habe das Geheimnis bewahrt und ihm eingeschärft, es für sich zu behalten und Ärzten nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen, um das Geheimnis hüten zu können. Mit ihr an diesem Ort zusammen sein zu können, sei dem Gefühl von einem Zuhause am nächsten.

Philo ahnt nicht, dass Tourmaline Larou, die zusammen mit neuen Flüchtlingen angekommen ist, bei Vignette Zweifel über seine Aufrichtigkeit gesät hat. Tourmaline, die mit anderen das Mimakloster verlassen will, kommt zu Philo und fragt ihn, ob er Vignette liebe und erklärt ihm, dass sie ihn liebt. Sie sagt weiter, dass Burgue dabei ist, den Krieg zu verlieren und Anoun bald vom Pakt erobert werde. Vignette würde ihn niemals verlassen und auch dann an seiner Seite bleiben, wenn es sie das Leben kosten würde. Sie würde sich weigern, mit den Feen wegzufliegen und für ihn sterben, wenn er am Boden in Gefahr sei. Sie sagt, es wäre besser, wenn er mit ihr Schluss mache, damit sie am Leben bleibt.

Kurz darauf trifft die Nachricht ein, dass High Bresail vom Pakt eingenommen wurde und die Front zusammengebrochen ist. Die burguischen Soldaten sollen nach Port Moradoon abziehen, wo sie von der Flotte eingeschifft werden sollen. Philo trifft Vignette am Rand des Klosters. Vignette lehnt erwartungsgemäß ab, mit den anderen wegzufliegen. Sie will unbedingt mit ihm zusammenbleiben. Weil er als burguischer Soldat keinesfalls in einem vom Pakt besetzten Tirnanoc überleben kann, wollen sie nach Ignota ausweichen. Er verabredet sich mit ihr im Garten der Steine.

Als sie wegfliegt, um die Bibliothek zu versiegeln, bemerkt er drei Luftschiffe des Paktes, die auf das Kloster zu fliegen. Er warnt die Bewohner vor dem Angriff. Minuten später fallen die Bomben, nachdem die feeischen Soldaten der Flügel-Brigade von den Luftschiffen aus abgeschossen wurden. In dem Chaos fällt Kompaniechef Winshaw. Philo überredet Mima Roosan, Vignette zu erzählen, er sei gefallen und kann mit Darius die Überlebenden seiner Kompanie in Sicherheit bringen.

Sieben Jahre später: Philo steht im strömenden Regen auf der Straße vor dem Tetterby Hotel. Tourmaline, bei der Vignette untergekommen ist, will ihm sagen, dass sie von Vignettes Aufenthalt nichts weiß, aber Vignette geht zu ihm hinunter. Er bittet für die Lüge um Entschuldigung, sagt aber auch, dass er ein gebrochenes Wesen sei. Vignette erklärt, dass sie ihn so akzeptieren würde, wie er sei, aber sie wisse nun, dass sie nicht die Richtige für ihn sei.

Folge 4 - Zwei ungleiche Dinge zu vereinen

Philo und Berwick werden zu einem neuen Tatort gerufen: Costin Finch, der Direktor des Findelheims "Licht des Märtyrers" wurde ermordet. Ebenso wie Aisling Querelle wurde er regelrecht aufgeschlitzt und ausgeweidet. Der Inspector und der Constable können in dem vom Regen aufgeweichten Boden Spuren entdecken, denen sie folgen. Philo erkennt einen Abdruck eines Trolls und einen als Huf eines Fauns. Beide sind verwirrt und folgen den Spuren im strömenden Regen weiter bis zu einem Schacht, dessen Abdeckung entfernt ist und der in die Kanalisation führt. Philo steigt in den Schacht hinunter und trifft dort auf ein Wesen, wie er es noch nie gesehen hat. Er schießt mehrfach darauf, als es Anstalten macht, ihn anzugreifen, trifft es auch, aber dann ist es wie vom Erdboden verschluckt. Alles, was der Inspector noch finden kann, ist die zurückgelassene Leber des Toten, die teilweise aufgeschnitten ist. Er nimmt sie mit.

Später ist Dr. Morange im Leichenschauhaus mit der Autopsie beschäftigt. Philo berichtet Sergeant Dombey, was er gesehen hat. Dombey fragt, ob es ein Troll sein könnte, doch Philo sagt, es sei deutlich größer. Der Sergeant kann das nicht glauben. Der Gerichtsmediziner stellt als Todesursache starken Blutverlust fest. Philo meint, es könne dem Täter um die Leber gegangen sei, die abgesondert neben dem Toten liegt. Morange spekuliert, es könne eine Art Trophäe sein.

Philo erscheint das nicht wirklich ausreichend. Er wendet sich an Mima Sawsaan und erkundigt sich, was es damit auf sich haben könne, dass beiden Toten die Lebern entnommen wurden. Sie sagt zunächst, dass sie das nicht erklären könne, aber als Philo sie darauf hinweist, dass sie davon gesprochen habe, Aisling sei durch etwas Unnatürliches gestorben, das weder menschlich noch feeisch sei, erzählt sie ihm von uralten feeischen Legenden, in denen von einem Schattenschlächter die Rede sei. Es sei ein Wesen, das aus Teilen von Toten gemacht werde und auch zu Mord eingesetzt werden kann. Philo ist skeptisch und möchte den Beweis dafür sehen. Die Mima erklärt, sie sei eine heilige Frau und befasse sich nicht mit unheiligen Dingen. Sie gibt ihm den Tipp, sich an die Haruspex zu wenden, die eine Apotheke am Vectis Square in der Carnival Row betreibe.

Philo besorgt sich einen toten Nacktmull und kauft sich beim Fischhändler einen Fisch. Dabei trifft er Vignette, die gerade einen Blumenstrauß gekauft hat. Er spricht sie an und bestätigt ihre Aussage, dass er verloren sei. Er erklärt, er sei selbstsüchtig gewesen. Sie zu lieben, bedeute, sie freizugeben. Vignette versetzt, dann solle er das endlich tun und lässt ihn stehen.

Er geht weiter zu Aoife Tsigani und legt ihr den Nacktmull und den Fisch auf den Ladentisch. Sie fragt ihn, ob sie ihm eine Suppe kochen soll, aber er sagt, dass er lieber einen Schattenschlächter hätte. Die Haruspex erklärt ihm, dass ein Schattenschlächter einen Meister haben müsse und sie deshalb Philos Samen benötigt. Während er sie noch fragt, wie das gehen soll, betäubt sie ihn mit Räucherwerk, erscheint ihm als Portia und als Vignette und bekommt, was sie benötigt. Philo ist mehr als nur verwirrt, als er mit offener Hose wieder zu sich kommt und warnt die Haruspex, dass es Konsequenzen haben werde, wenn das nur Scharlatanerie sei. Sie sagt ihm, er solle in zwei Tagen wiederkommen.

Für den Inspector ist die nächste zu klärende Frage, woher die Teile toter Faeries gekommen sind. Für so etwas kommen seiner Meinung nach nur die Schwarzen Raben infrage. Er lässt Edgal Hamlyn, den Polizeispitzel, zur Wachtmeisterei bringen. Hamlyn ist wegen Dahlias Drohung, die "Grille" zu töten, wenig erbaut, gerade jetzt in Gewahrsam genommen zu werden. Philo fragt ihn, wer wohl Teile von toten Feen, Trollen etc. besorgen könne. Edgal meint, darüber nichts Genaues zu wissen, aber es sei möglich, dass Wren die Teile beschafft habe. Als Philo mit ihr reden will, sagt Hamlyn, dass Dahlia sie getötet habe - vermutlich wegen des Nebenverdienstes. Der Inspector sagt Edgal zu, dass er in ein paar Stunden freigelassen werde - zu seinem eigenen Schutz, weil Dahlia ihn sonst im Verdacht haben könne.

Er verlässt das Büro und stößt mit Tourmaline zusammen, die ihm erklärt, dass Vignette für den Spitzel gehalten werde, weil er sie angesprochen habe. Er meint, er habe sie gewarnt, sich mit denen einzulassen, aber Tourmaline lässt nicht locker, auch nicht, als er sie darauf hinweist, dass es ihre Idee gewesen sei, dass er Vignette verlassen solle. Sie wehrt ab, dass sie ihm nicht gesagt habe, er solle sich tot stellen - und Vignette würde das nun nicht helfen. Er habe die Wahl, ihr den Informanten zu nennen oder Vignette auf dem Gewissen zu haben. Philo ringt noch mit sich, dann gibt er Hamlyn als den Informanten preis.

Im selben Moment erscheint Berwick und teilt mit, dass Jonah Breakspear in den alten Copley-Bädern gefangen gehalten werde. Nähere Informationen lägen nicht vor, weshalb der Captain alle Beamten ausrücken ließe. Philo und Dombey führen die Polizisten in die alten Copley-Bäder, wo sie tatsächlich Jonah finden. Philo beauftragt die Beamten, in den Gebäuden nach den Entführern zu suchen, aber Dombey meint, die seien längst über alle Berge.

Später begibt Philo sich zu einer Gärtnerei in der Nähe des Schlupfwinkels der Schwarzen Raben und kommt gerade rechtzeitig, um Edgal Hamlyn daran zu hindern, Vignette mit einer Heckenschere zu köpfen, indem er ihn erschießt. Gemeinsam mit ihr befördert er Hamlyns Leiche in die Kanalisation. Vignette, die nun um ihn besorg ist, kann er damit beruhigen, dass der Tod eines Feeischen durch Polizeimunition nicht weiter untersucht werde. Ihr offenbart sich damit ein neuer Abgrund in dieser Stadt. Philo bittet sie um Entschuldigung, dass er sie verlassen habe. Er habe sich eingeredet, dass er das Richtige getan habe, doch es sei falsch gewesen, sie zu belügen. Er gibt ihr den Liebeszopf zurück.

Er trifft sich mit Portia und lädt sie zum Essen ein. Dabei erklärt er ihr, dass er es gewesen sei, der die Frau verletzt habe, nach der sie ihn gefragt habe. Sie bemerkt, dass es schwerer sei, mit so einer Schuld zu leben als umgekehrt. Er möchte sein Leben in Ordnung bringen und sagt ihr, dass er viel für sie empfinde.

Folge 5 - Das Ende der Trauer

Philo kommt wieder zum Laden der Wahrsagerin, um zu sehen, ob sie seinen Schattenschlächter zum Leben gebracht hat. Er sieht dort ein Plakat bezüglich der menschlichen Anatomie, das sie in ihrem Laden aufgehängt hat. Es ist überschrieben mit „Quelle der Geheimnisse“. Danach enthält die Leber eine Fülle von Informationen für jene, die sie zu sehen verstehen. Tatsächlich ist es der Wahrsagerin gelungen, Philos Schattenschlächter zum Leben zu bringen. Er sagt, er habe die Intelligenz des Schattenschlächters gespürt, als er ihm in der Kanalisation begegnet sei. Die Wahrsagerin korrigiert ihn und sagt, das, was er wirklich gespürt habe, sei die Intelligenz hinter der Bestie. Der Schattenschlächter selbst hat keine eigenen Gedanken, nur die seines Herrn. Manchmal seien seine und die Augen seines Meisters ein und dasselbe. Er bezahlt die Wahrsagerin, um seinen Schattenschlächter aus seinem Elend zu befreien, doch er kann nicht getötet werden, solange Philo selbst lebt. Er sagt ihr, sie möge ihn wegpacken.

Philo informiert Magistrat Flute, Berwick und Sergeant Dombey, dass Costin Finch, der Direktor des Waisenhauses, vom selben Täter ermordet wurde wie Aisling Querelle. Beiden fehlt die Leber.

Er kehrt ins Waisenhaus zurück, wo ihn der neue Leiter Thorne begrüßt. Er zeigt Thorne ein Bild von Aisling Querelle und fragt, ob er Finch jemals mit ihr zusammen gesehen habe. Thorne behauptet, Aisling nie zuvor gesehen zu haben. Philo geht in seinen alten Schlafsaal, wo er seine Initialen in das Fußende des Bettgestells geritzt hat. Er erinnert sich an sich selbst und Darius als Kinder in diesem Heim. Vor seinem geistigen Auge springt der kleine Philo auf seinem Bett herum, bis er herunterfällt und mit dem Hinterkopf auf den Boden knallt. Er erinnert sich auch, spätnachts aufgewacht zu sein und Aisling singen gehört zu haben.

Philo erinnert sich an seine Zeit bei Direktor Costin Finch und wie jener sein Geheimnis bewahrt hat. Er konfrontiert Thorne mit seinem Verdacht, dass er ihm nicht alles erzählt hat und erinnert ihn an seine eigene Lehre, dass eine Unterlassungssünde die schlimmste sei, weil man mit ihr durchkommt. Thorne gibt sein Schweigen auf. Er sagt, dass an diesem Tag Costins freier Abend gewesen wäre. Nach dem Abendessen der Jungen hätte Direktor Finch das Abendgebet geleitet, hätte sich in seine feinste Schale geworfen wie jeden Möwentag, hätte eine Kutsche genommen und wäre zur Row gefahren, wo er im Tetterby Hotel Feengesellschaft gesucht habe, denn er habe trotz seines Gelübdes den fleischlichen Versuchungen nicht widerstehen können.

Philo lässt sich zum Tetterby Hotel fahren, wo er Vignette begegnet, die ihn aber kalt stehen lässt. Er zeigt Madame Moira ein Foto des Direktors Finch und möchte das Mädchen sprechen, bei dem er Kunde war. Moira ist erschrocken, als sie hört, dass Finch tot ist. Solange sie sich erinnern kann, hatte er am Möwentag stets ein Zimmer mit zwei Mädchen gebucht. Das Bett sei zwar benutzt worden, nicht aber die Mädchen. Er habe es vorgezogen, dass der Rest der Welt von ihm glaubte, er sei an Feen-Huren interessiert, statt die Wahrheit zu wissen: Dass er mit Dr. Morange eine intime Beziehung hatte. Morange erklärt Philo, dass beide ständig in der Angst gelebt haben, dass diese Beziehung entdeckt würde. Nur einmal in der Woche hätten sie sein können, wer sie wirklich waren. Der Rest der Zeit habe sich für beide wie eine Lüge angefühlt. Obendrein enthüllt Morange, dass Costin Finch auch Aisling gekannt habe. Sie hätten sich lange Zeit zuvor getroffen, bevor er seinen Eid geleistet habe. Seinerzeit seien sie sich sehr nahe gewesen, er sei häufig bei ihren Auftritten gewesen.

Es sieht so aus, als ob die beiden Morde einen Zusammenhang haben, auch wenn Aisling und Finch 20 Jahre lang nicht miteinander gesprochen haben.

Philo kehrt nach Hause zurück und schreckt später aus einem Traum hoch, der mehr war als nur eine Erinnerung daran, dass Dr. Morange ihm die Flügel amputiert hat. Portia, mit der er zuvor geschlafen hat, wacht ebenfalls auf, gibt ihm einen Gute-Nacht-Kuss und geht in ihre eigenen Räume zurück. Philo geht mitten in der Nacht zu Aisling Querelles Wohnung und spielt auf ihrem Grammophon eines ihrer Lieder.

Während die Musik läuft und er die Puzzleteile seiner bisherigen Ermittlungen zusammensetzt, wird Philo klar, dass Aisling seine Mutter war und das Lied Grieve No More von ihm selbst handelt. Viele Jahre zuvor, als er im Waisenhaus lebte, hatte die junge Aisling dieses Lied bei dem schlafenden Philo gesungen. Nachdem er diese überraschende Entdeckung gemacht hat, begibt er sich ins Leichenschauhaus und küsst seine tote Mutter auf die Stirn.

Folge 6 - Auf sich allein gestellt

Philo trifft bei Dr. Moranges Haus ein und findet ihn ermordet vor – der Schattenschlächter hat wieder zugeschlagen. Wie bei den beiden ersten Opfern fehlt auch bei dieser Leiche die Leber. Philo erklärt Magistrat Flute, Constable Berwick und Sergeant Dombey, dass es zwischen diesem und den anderen Morden keine Verbindung gebe – eine glatte Lüge. Auch wenn Dr. Morange ein guter Mann war, gibt es doch Gerüchte, dass er Abtreibungen vornahm, Feen die Ohren glättete und Flügel amputierte, damit sie als Menschen galten. Flute beauftragt Philo, den Zusammenhang zwischen den Morden aufzudecken.

Er kommt nach Hause und findet Portia, die schon auf ihn wartet. Sie möchte ihre Beziehung vertiefen und will ihn in ihr Zimmer lotsen. Obwohl es ihm gefallen würde, kann er ihr nicht geben, was sie will, insbesondere keine Familie, weil er ein Halbblut ist. Er offenbart sich ihr und sagt ihr auch, dass all die Morde in Zusammenhang mit ihm selbst stehen. Costin Finch sei der Direktor  des Waisenhauses gewesen, in dem er aufgewachsen sei; Dr. Morange habe seine Flügel amputiert und Aisling Querelle sei seine Mutter gewesen. Portia gerät in Panik und wirft ihn hinaus.

Philo besucht Darius, der bemerkt, dass Philos Halbblut-Geheimnis ihm auf die Füße gefallen ist. Philo ist bisher nicht klar gewesen, dass Darius um sein Geheimnis weiß, doch der erinnert ihn daran, dass „der Wolf nur langsam schwindet“. Er kann die Fee in Philo wittern, der ihm sagt, er habe Portia sein Geheimnis preisgegeben, weil er hoffte, sie werde ihn so akzeptieren, wie er ist. Darius schilt ihn für diese unbesonnene Entscheidung, denn Philo ist der einzige Grund, weshalb er, Darius, überhaupt noch am Leben sei. Wenn Philo etwas zustößt, ist Darius’ Leben keinen Pfifferling mehr wert.

Weil Portia ihm gekündigt hat, zieht Philo in die Wachtmeisterei und fängt an, nach Runyan zu suchen. Berwick informiert ihn, dass Runyan eine Show auf der Row hat. Als Philo die Wache verlässt, folgt Berwick ihm auf Dombeys Anweisung heimlich.

Philo findet Runyan auf der Row und muss feststellen, dass dessen Kobolde deportiert wurden. Ihm geht es jedoch darum, mehr über Aislings Vergangenheit zu erfahren. Er gibt preis, dass Aisling ein Kind hatte, dessen Geburtsumstände mit ihrem Tod verknüpft sind. Runyan erklärt, dass Aisling auf dem Höhepunkt ihres Ruhms im Jahr 606 oder 607 Verehrer hatte, doch da war jemand, über den sie nicht sprechen wollte. Gleichwohl habe er sie nie so glücklich gesehen. Doch eines Tages habe sie sich verändert. Sie kündigte ihr ständiges Engagement in der Abbey und ging für Monate fort. Als sie zurückkehrte, sei sie trauriger gewesen. Sie habe ein Lied darüber geschrieben. Während ihrer Abwesenheit sei sie bei einem Gönner in Finisterre Crossing gewesen. Damals seien die Dinge anders gewesen. Freundschaften zwischen Faeries und Menschen seien nicht so unmöglich gewesen wie jetzt. Der fragliche Gönner sei Simon Spurnrose gewesen. Philo setzt seine Ermittlungen fort, ohne zu bemerken, dass Berwick ihm heimlich folgt.

Er trifft bei den Spurnroses ein, um mehr über die Zeit zu erfahren, die seine Mutter dort verbracht hat. Afissa erinnert sich an Aisling. Sie habe gerade bei der Familie Spurnrose angefangen, als Simon sie in den Raum brachte, der nun Imogens Zimmer ist. Er sei ein guter, fortschrittlicher Mann gewesen und habe arrangiert, dass Dr. Morange ihr zur Seite gestanden habe. Aisling sei geblieben, bis ihr Baby gekommen sei. Sie habe tagelang geweint, nachdem Morange mit ihrem Sohn gegangen sei. Sie habe nie über den Vater des Jungen gesprochen. Afissa sagt, sie habe den Eindruck gehabt, dass Aisling ihn gefürchtet habe. Die Faunin sagt darüber hinaus, dass Kind erbärmlich kleine Flügel gehabt habe. So, wie sie aussahen, hätte es damit niemals fliegen können – vorausgesetzt, dass es überhaupt überlebt habe, weil die meisten Halbblüter nicht lange leben. Sie habe sich immer gefragt, was wohl aus dem Kind geworden sei.

Sergeant Dombey, Constable Berwick und einige weitere Polizisten treffen ein und stellen Philo wegen Verdachts des dreifachen Mordes unter Arrest. Als er abgeführt wird, sagt Philo zu Afissa, sie müsse sich nicht länger fragen, was aus Aislings Kind geworden sei. Dombey sagt ihm, er solle die Klappe halten und verpasst ihm einen Tiefschlag, den Philo mit einer Kopfnuss beantwortet. Das bringt die anderen Polizisten in Wut, die auf ihn losgehen. Zu seinem Glück schreitet Berwick in den Kampf ein und sorgt dafür, dass Philo im Gefängniswagen sicher ist.

Folge 7 - Eine neue Welt

Philo wird in einer Kutsche von Constable Berwick und Sergeant Dombey zur Wachtmeisterei No. 6 zurückgebracht. Er beharrt darauf, mit den Morden nichts zu tun zu haben. Magistrat Flute fällt es jedoch schwer ihm zu glauben, hat er doch Beweise zurückgehalten. Er wird nach unten in den Zellentrakt gebracht und in eine Zelle mit Menschen gesteckt. Dombey hofft, dass sie Philo ordentlich verdreschen. Vignette ist ebenfalls im Zellentrakt und warnt ihn vor dem Angriff. Philo kann die Angreifer abwehren.

Sergeant Dombey kommt in den Zellentrakt und stellt zu seinem Verdruss fest, dass es Philo blendend geht, während sich seine Zellengenossen stöhnend vor Schmerz winden. Er holt ihn aus der Zelle und sperrt ihn zu den Faeries. Das einzige was ihn jetzt noch von Vignette trennt, sind die Gitterstäbe zwischen ihren Zellen. Er dankt ihr für die Warnung. Beide erkundigen sich, weshalb der jeweils andere eingesperrt ist. Sie erzählen sich, was zu ihrer misslichen Lage hinter Gittern geführt hat. Sie erfährt, dass Aisling seine Mutter war, und er hört, dass die Republik Burgue sich die Bibliothek von Tirnanoc unter den Nagel gerissen hat.

Magistrat Flute, Dombey und Berwick kommen in den Zellentrakt und berichten Philo, dass Portia vorbeigekommen sei und eine Aussage zu Protokoll gegeben habe, die es möglich erscheinen ließe, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen werde. Er beharrt jedoch darauf, dass er niemanden umgebracht habe, doch dass es wahr sei, dass Aisling Querelle seine Mutter gewesen sei. Flute ist schockiert, dass er Philo vertraut habe. Vignette hört schweigend mit, als dies offenbar wird.

Vignette sagt Philo, dass eine Mutter stolz darauf wäre, dass er standhaft geblieben ist und seine Herkunft nicht verleugnet. Er wundert sich, wer sein Vater sein könnte. Und äußert den Verdacht, dass der den Schattenschlächter kontrolliert. Ihm wird klar, dass der Killer keine Ahnung hat, wer er ist; anderenfalls würde er nicht die Lebern der Getöteten benötigen, aus denen er deren Geheimnisse erfahren kann und ihnen so zu ihm folgen kann.

Berwick kommt herein und warnt Philo, dass Dombey plant, ihn umzubringen. Vignette sagt, sie sei der Ansicht gewesen, dass sie ihren Platz in Burgue gefunden habe, bis sie die Anzeige sah, dass die Schätze von Tirnanoc ausgestellt würden. Alles, was sie ihr Leben lang schützen wollte, sei in Glaskästen gesteckt worden, damit eine Horde Menschen es begaffen könnten. Sie fragt Philo, ob er jemals an Tirnanoc gedacht habe. „Immer“, erwidert er. Er wünscht, er hätte sie nie verlassen. Dombey kommt mit einem angeblichen Verlegungsbefehl für Philo herunter. Als er abgeführt wird, sagt Philo Vignette, dass er sie liebe.

Ihm wird ein Sack über den Kopf gestülpt, er wird in eine Kutsche verfrachtet und zu einem verlassenen Haus gebracht. Dort wird er auf einen Stuhl gesetzt und der Sack von seinem Kopf gezogen. Zu seiner großen Überraschung sieht er sich Absalom Breakspear gegenüber.  

Folge 8 - Die Dämmerung

Philo sitzt beherrscht auf dem Stuhl, auf den man ihn gesetzt hat. Absalom Breakspear forscht in den braunen Augen seines Gegenübers nach Anzeichen von Reue, doch er findet keine. Er glaubt, dass Philo Aisling umgebracht hat, zieht eine Pistole und zielt auf Philos Kopf. Breakspear drückt ab, aber die Waffe klemmt. Rycroft beharrt darauf, dass er seine Mutter nicht ermordet habe. Er habe sie erstmals gesehen, als sie in ihrem Blut gelegen habe. Er sagt, er dachte seinerseits, dass sein Vater der Mörder gewesen sei und erkennt, dass Absalom dieser Vater ist. Er räumt ein, sich geirrt zu haben.

Absalom sagt, er sei ein junger College-Student von 17 Jahren gewesen, als er Aisling erstmals im Nachtlokal auf der Row gesehen habe. Ihre Darbietung habe ihn tief beeindruckt. Von allen, die im Lokal waren, erwählte sie ihn, den Jungen aus den Hinterlanden. Als es Winter geworden sei, habe er sie zu eben diesem Haus gebracht, in dem er nun mit seinem Sohn stehe, den Sommersitz der Familie. Es seien die seltsamsten und unkompliziertesten Tage seines Lebens gewesen. Doch als sein Vater hinter ihr gemeinsames Geheimnis gekommen sei, habe er gedroht, sie zu töten, obwohl Absalom mit ihr Schluss gemacht hatte. Sie habe ihn gebeten, ihn noch einmal zu treffen, aber er sei nicht hingegangen. Jetzt werde ihm klar, dass sie ihm hatte sagen wollen, schwanger zu sein. Philo erzählt seinem Vater seine Geschichte.

Absalom will regeln, dass Vignette um Philos willen freikommt, doch Philo kann nicht in die Stadt zurückkehren, weil er wahrscheinlich das nächste Ziel des Mörders sein wird. Absalom sähe es lieber, wenn Philo mit Vignette fortgeht, statt zu bleiben und das nächste Opfer des Schattenschlächters zu werden. Er wünscht sich, er hätte Philo besser gekannt.

Tourmaline sammelt im Tetterby Hotel Spenden, in der Hoffnung, genug Geld für die Freilassung von Vignette zusammenzukratzen. Madame Moira spendet großzügig und konstatiert, dass die Faeries für sich selbst sorgen müssen. Philo kommt vorbei und sagt ihr, dass Vignette freigelassen sei und es nicht mehr nötig sei, das Geld dafür zu sammeln. Er eröffnet Tourmaline, dass er Breakspears unehelicher Sohn ist. Vignette habe die ganze Zeit um das Geheimnis gewusst, dass er ein Halbblut sei. Sie bittet ihn, auf Vignette aufzupassen. Sie würden sich gegenseitig brauchen, auch wenn Philo das noch nicht klar sei. Sie sagt ihm, er möge die Schublade öffnen. Darin befindet sich das Buch „Königreiche des Mondes“, das Philo Vignette gegeben hat. Tourmaline sagt, sie habe Vignette gesagt, sie solle es verbrennen und mit ihm endgültig brechen. Doch sie habe es nicht getan, denn sie liebe ihn immer noch.

Philo und Tourmaline kommt der Verdacht, dass etwas schief gelaufen sein muss, denn Vignette kehrt nicht zurück, sondern ist immer noch in Haft. Ein Stockwerk tiefer informiert Fleury Madame Moira, dass die Wahrsagerin tot sei. Philo und Tourmaline eilen in deren Laden, wo sie den zerfetzten Körper der Wahrsagerin vorfinden. Aus unbekannten Gründen fehlt dieses Mal die Leber nicht. Durch eine Art von Zauber ist sie immer noch bis zu einem gewissen Grad am Leben. Philo fragt die Wahrsagerin, wer ihr das angetan hat. Sie enthüllt Piety Breakspear als Herrin des Darkashers. Die Wahrsagerin sagt Philo und Tourmaline, dass ihnen die Zeit davonläuft. Als sie fortgehen, verblassen die Augen der Wahrsagerin, blauer Dampf kommt aus ihrem Mund. Philo eilt durch die Kanalisation zur Balefire Hall. Tourmaline kann ihm nicht folgen..

Philo bemerkt den Schattenschlächter, als er durch die Kanalisation geht, doch der scheint zu schlafen. Er weckt ihn versehentlich auf, als er an ihm vorbeigeht. Piety und die Augen des Schattenschlächters werden eins und sie sieht, dass Philo auf dem Weg ist. Es gelingt ihm, den Schattenschlächter in einen anderen Tunnel zu locken und unter einer Tür festzunageln. Mit einer Axt köpft er das Monster. Er gelangt in Pietys Versteck, wo in jeder Ecke Körper toter Faeries hängen. Piety tritt ihm entgegen. Sie sagt, sie hätte nie von seiner Existenz erfahren, hätte es nicht einen Erpresserbrief seiner Mutter gegeben. Sie müsse Philo töten, um Jonahs Zukunft zu sichern.

Obwohl der Kreatur der Kopf abgehackt wurde, ist sie sehr lebendig. Der Schattenschlächter wirft Philo quer durch den Raum und setzt den Kopf wieder an die passende Stelle. Er attackiert Philo solange, bis Vignette sich befreien kann, hinter Piety schleicht und ihr von hinten in den Kopf sticht, womit sie sowohl Piety als auch den von ihr abhängigen Schattenschlächter tötet.

Vignette und Philo planen, die Stadt zu verlassen. Sie wollen nach Port Hoy und von dort nach New Freehold – irgendwo hin, wo ein Paar wie sie beide nicht auffällt. Vignette und Tourmaline umarmen sich zum Abschied. Als Vignette und Philo fort wollen, wird Vignette abgewiesen. Keiner „Krea“ ist es bis auf weiteres erlaubt, die Stadt zu verlassen oder sie zu betreten. Es sind Anweisungen, die in der Folge des tödlichen Attentats durch fanatische Faun-Gläubige auf den Kanzler gegeben wurden. Alle „Krea“ werden abgesondert in Carnival Row interniert.

Vignette wird ins Internierungslager gebracht. Philo wird der Zugang verwehrt, weil er als Mensch gilt. Über die Barrikade hinweg verspricht Vignette ihm, dass sie einen Weg hinaus finden werde. Hinter ihr hat Fleury ihre Sachen gepackt und versucht wegzufliegen. Madame Moira will sie stoppen, doch sie kann es nicht. Fleury wird aus der Luft geschossen. Philo, dem Vignette wichtiger ist als je zuvor, outet sich den Wachen als Halbblut, die ihn nun in das Lager hineinlassen. Einmal drin, schließt er sich Vignette an.

Persönlichkeit

Rycroft Philostrate ist ein erfahrener Ermittler und von unbestechlichem Gerechtigkeitssinn beseelt. Er achtet Faeries ebenso wie Menschen - was wegen seines Halbblutdaseins sicher nicht unverständlich ist. Deshalb duldet er nicht, dass in seiner Gegenwart Faeries schlecht behandelt werden. Dass er sich damit nicht nur Freunde macht, ist ihm durchaus bewusst, aber Philo ist ritterlich genug, dieses Risiko bewusst einzugehen.

Gerade sein Halbblutdasein macht ihm aber zunehmend zu schaffen. Schon Costin Finch hat ihm geraten, seine Halbbluteigenschaft geheim zu halten und niemals jemanden in dieses Geheimnis einzuweihen, weil er in der Burgue nur als vollwertiger Mensch überleben kann. Als er mithört, wie selbst sein geschätzter Kollege Berwick über einen halben Faun herzieht, ist ihm klar, dass Finch mit seiner Warnung Recht hatte. Die Tatsache, dass er ein halber "Krea" ist, hat er sein Leben lang erfolgreich vor denen verbergen können, die in Faeries bestenfalls Wesen zweiter Klasse sehen.

Wegen dieser Warnung traut er auch nur wenigen Personen. Eine ist Darius Prowell, sein Ziehbruder, mit dem er im Waisenhaus aufgewachsen ist und mit dem er in den Krieg gezogen ist. Auch gegenüber Vignette Stonemoss entwickelt er genug Vertrauen, um sie einzuweihen. Als sie in später mit diesem Geheimnis erpresst, ist es für ihn ein harter Schlag, den er nur langsam verkraftet und der Grund, weshalb er Vignette eigentlich vergessen möchte, was ihm aber nicht gelingt.

Als er Portia Fyfe, die seiner Meinung nach Vignette am ehesten ersetzen kann, sein Vertrauen enttäuscht und ihn hinauswirft, kaum, dass er sich als Halbblut geoutet hat, sinken Menschen in seiner Achtung deutlich. Von diesem Moment an nimmt er sein Halbblut an und steht zu seinem feeischen Anteil.

Fähigkeiten

  • guter Nahkämpfer: Dank seiner Ausbildung bei Militär und Polizei ist Philo ein talentierter Kämpfer. Als er eingesperrt wird, kann er drei seiner Mithäftlinge mühelos und schnell besiegen.
  • guter Schütze: Als Kriegsveteran beherrscht Philo Schusswaffen wie Pistolen, Schrotflinten und Scharfschützengewehre und ist ein versierter Schütze.
  • guter Ermittler: Philo ist nach dem Krieg gegen den Pakt zu einem erfahrenen Detektiv geworden, der Unseelie Jack schnell unter mehreren Gönnern in einer Kneipe ausfindig gemacht und den Schattenschlächter in weniger als einer Woche aufgespürt hat.

Hinter den Kulissen

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Beziehungen

Familie

Verbündete

Feinde

Einzelnachweise

  1. Der Inhalt des Abschnitts beruht weitgehend auf der Übersetzung der Seite Rycroft Philostrate im englischen Carnival Row Wiki
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